Abschied: Ruhestand und Stellenwechsel

Nach Ostern stehen Veränderungen im Küsterteam und im Seelsorgeteam an. Während Angela Albers nach 30 Jahren Dienst in der Sakristei von St. Marien zum 01. April den Ruhestand antritt, wird Pfarrer Melbin Mitte April den Weg nach Haltern in die Pfarrei St. Sixtus gehen. Er war seit dem Juni 2023 hier in Emsdetten und hat als Priester in unserer Pfarrei gelebt und gewirkt.

Pfarrer Norbert Weßel wendet sich beiden in Dankesworten zu, die hier zu lesen sind.

Verabschiedung von Angela Albers:

Seit dem 01. Mai 1994 sorgt Angela Albers als Küsterin für die äußeren Voraussetzungen des gottesdienstlichen Lebens in der St. Marien-Kirche. Während dieser Zeit trug sie mit Engagement und Herzblut Sorge für das Haus Gottes auf Erden. Zuverlässigkeit und Genauigkeit prägen ihren Arbeitsstil. In ihrem beruflichen Einsatz sah sie die St. Marien-Kirche nie nur als Arbeitsplatz an. Vielmehr erkannte sie im Kirchenraum den Ort zum Lob und zur Anbetung Gottes, sodass sie den Worten des Psalmisten aus voller Überzeugung zustimmen und als Ausdruck ihrer eigenen Haltung übernehmen kann: „Herr, ich liebe dein Haus, in dem du wohnst und den Raum, den deine Herrlichkeit erfüllt.“ (Ps 26, 8) Die Mitfeier der Eucharistie war für sie äußerer Ausdruck ihrer inneren Glaubenshaltung und Frömmigkeit, aus der heraus sie als Christin ihren Alltag lebt und diesem Gestalt gibt.

Liebe Frau Albers, mit dem Renteneintritt liegt nun nach 30 Jahren im Dienst der Kirchengemeinde ab dem 01. April ein neuer Lebensabschnitt vor Ihnen. Losgelöst von den Strukturen des Arbeitsalltags erwartet Sie eine Freiheit, von der andere tagtäglich träumen. Sie können stolz und zufrieden auf das zurückblicken, das Sie erreicht haben. Ich wünsche Ihnen, dass Sie die neue Welt, die vor Ihnen liegt, mit all ihren Facetten entdecken, für sich nutzten, gestalten und genießen können. Im Namen aller, für die Sie da waren sage ich: Dem Vergangenen Dank und dem Zukünftigen Ja!

Verabschiedung von Pfarrer Melbin:

Ein Lächeln sagt mehr als tausend Worte. Wer Pfarrer Melbin begegnet, ist sofort von seinem Lächeln und seiner Offenheit, auf Menschen zuzugehen, fasziniert. Seit Juni letzten Jahres hat er mehr und mehr Sicherheit in der deutschen Sprache gefunden, die ihm zunehmende Hilfe ist, die Botschaft des Evangeliums mit Glaubensfreude und Überzeugungskraft sowie großer Empathie den Menschen gegenüber in unsere Pfarrei St. Pankratius zu bringen. Pfr. Melbin stammt aus dem Bistum Idukki, das im südindischen Bundesstaat Kerala liegt; quasi in ‚Nachbarschaft‘ zum Heimatbistum Kothamangalam von Pfr. Sajeev Myladiath. Diese Nachbarschaft in Kultur und Sprache war in den vergangenen Monaten für beide gegenseitige Unterstützung in ihrer ‚Priester-WG‘ im Pfarrhaus an der Schützenstraße. Die daraus folgende Bereicherung weltkirchlicher Sicht konnten nicht nur wir Seelsorgenden erfahren. Diese Horizonterweiterung bringen beide Priester immer wieder durch neue Aspekte und Perspektiven seelsorglichen Handels mit in das Gesamt der Pfarrei mit ein.

Unser Bischof Dr. Felix Genn hat nun Pfr. Melbin für den seelsorglichen Dienst in der Pfarrei St. Sixtus in Haltern am See ernannt. Mit großem Bedauern wollen wir uns von ihm am Sonntag, 14. April um 09.30 Uhr mit der Eucharistiefeier in der St. Marien-Kirche verabschieden. Am Ende ist dann Gelegenheit, ihm persönlich zu danken. Für seine neue Stelle wünsche ich ihm ein gutes Einleben und Gottes Segen für seinen priesterlichen Dienst.