Autor: Paul Greiwe

Von Mensch zu Mensch – zum Nachdenken

An jedem Montag veröffentlicht die Emsdettener Volkszeitung unter der Rubrik „Von Mensch zu Mensch“ einen Beitrag zum Nachdenken. Die Autorinnen und Autoren kommen im Wechsel aus der evangelischen und der katholischen Gemeinde. Hier zum Nachlesen der aktuelle Beitrag aus St. Pankratius. Verfasst hat ihn Pfarrer Bernhard Kösters. Er lebt als Pensionär in Emsdetten und arbeitet in der Pfarrei St. Pankratius mit.

Abschied nehmen

Ich habe in den vergangenen Monaten oft an Gräbern gestanden.

Zusammen mit trauernden Familien, die Abschied nehmen müssen von einem Menschen, der ihr Leben zutiefst geprägt hat. Wir haben gemeinsam Erinnerungen ausgetauscht, geweint und gelacht. Wir haben zusammen gebetet und Trost im Glauben gesucht. Ich werde mich nie an Tränen trauernder Angehöriger gewöhnen können.

Zur Zeit stehen viele Familien der Umweltkatastrophe vor der bitteren Erfahrung, dass ihre Angehörigen ihnen plötzlich entrissen wurden.

Wir müssen im Lauf des Lebens immer wieder Abschied nehmen. Und das manchmal auch vom Liebsten, das uns geschenkt wurde.

Wir, die Seelsorger, können niemanden aus seinem Leid erlösen. Wir nicht und kein Mensch sonst. Wir bemühen uns, die Trauernden ein wenig zu begleiten – ein paar Schritte nur. Vielleicht spüren Sie aus unseren Worten , woher sie kommen.

Die Trauernden werden noch lange allein sein mit ihrem Verlust. Und die Nähe der Freunde wird wohl kaum mehr können, als ihre Einsamkeit behutsam zu schützen.

Auch für uns, selbst wenn wir den Verstorbenen nicht näher gekannt haben, tut der Verlust weh. Denn mit ihm geht ein Stück Gemeinde, das uns ans Herz gewachsen ist, ein Mensch, mit dem wir geglaubt, gebetet und gesorgt haben. Jörg Zink sagt: “ Als Jesus an das Grab eines Freundes trat, weinte er vor den Augen des Dorfes. Nur wer nicht liebt, kommt ohne Tränen aus.“

Pfarrer em. Bernhard Kösters
Emeritierter Pfarrer
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Erklärung zur Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren

Seelsorgeteam, Pfarreirat und Kirchenvorstand nehmen in einer Erklärung Stellung zum Verbot der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare. Hier der Wortlaut:

Gottes Segen – wirklich für alle!

Das von der römischen Glaubenskongregation ausgesprochene Verbot, gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu segnen, wollen wir als Seelsorger*innen und als Pfarreirats- und Kirchenvorstandsmitglieder nicht akzeptieren.

Das Wort Gottes, in seinen Augen teuer und wertvoll zu sein (vgl. Jes 43), ist jedem Menschen, unabhängig von der jeweiligen sexuellen Orientierung, zuzusprechen. Wenn Menschen ihre von Liebe und Verantwortung getragene Partnerschaft unter Gottes Segen stellen wollen, darf die Kirche den Segen nicht verweigern.

Uns ist aufgetragen, in einer neuen Form von Solidarität und Achtsamkeit die Lebenswirklichkeit der Menschen wahrzunehmen und ihnen beizustehen. Denn so geht sprichwörtlich gelebter Glaube und gelebte Liebe, weil Gott sich der Menschen durch Menschen annimmt.

In unserer Welt, in der der gelebte Glaube seine Glaubwürdigkeit vor allem durch überzeugte und überzeugende Christinnen und Christen gewinnt, bleibt dies ein wichtiger Maßstab.

Deswegen möchten wir Gruppen unserer Gesellschaft nicht herabsetzen und benachteiligen. Vielmehr wollen wir in den Veränderungen der Zeit Gottes Gegenwart erkennen, der überall dort wirkt, wo Menschen zueinanderstehen.

Wir sind zutiefst davon überzeugt, da wo Menschen einander in Liebe, gegenseitigem Respekt, Vertrauen und Treue begegnen, da ist auch Gott mit ihnen. Wenn homosexuelle Paare in unserer Pfarrei sich den Segen wünschen, um so von Gott gestärkt den gemeinsamen Lebensweg zu gehen, wird ihnen dieser nicht verweigert.

Wenn Sie mit uns sprechen möchten…

Von der derzeitigen Situation sind alle in irgendeiner Weise betroffen. Wenn Sie darüber sprechen wollen, was Sie bewegt und jemanden suchen, der oder die ein offenes Ohr für Sie hat, sind wir als Seelsorgeteam gerne für Sie da.

Bitte melden Sie sich telefonisch über das Pfarrbüro (02572 – 960 339 0) oder per Mail direkt bei einer Seelsorgerin oder einem Seelsorger.

Pfarrer Norbert Weßel: wessel-n@bistum-muenster.de
Pfarrer Paul Greiwe: greiwe-p@bistum-muenster.de
Pfarrer Sajeev Myladiath: myladiath-s@bistum-muenster.de
Kaplan Joachim Brune: brune-j@bistum-muenster.de
Pastoralreferentin Anne Frische: annefrische@web.de
Pastoralreferentin Silvana Döhring: doehring-s@bistum-muenster.de
Pastoralreferentin Verena Kristau: kristau-v@bistum-muenster.de
Pastoralreferent Markus Hachmann: hachmann-m@bistum-muenster.de
Pastoralassistentin Maren Allendorf: allendorf@bistum-muenster.de
Diakon Stefan Westerhorstmann: westerhorstmann@bistum-muenster.de