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Fronleichnam 2024

Am Donnerstag (30.Mai) um 09.30 Uhr lädt die Pfarrei zu einem gemeinsamen Gottesdienst ein, der in der Pankratiuskirche stattfindet. An den Gottesdienst schließt sich die Fronleichnamsprozession an. Für diesen Tag und am Vorabend gilt eine veränderte Gottesdienstordnung.

Traditionell beendet der Fronleichnamstag 60 Tage nach Ostern die Reihe der großen kirchlichen Feiertage. Auch in Emsdetten wird dieses Fest in besonderer Weise begangen. Die versammelte Gemeinde macht sich mit Jesus in ihrer Mitte auf den Weg. Das soll seine Nähe auf allen Wegen und an allen Orten des Lebens veranschaulichen.

Die Prozession führt zuerst zum Josef-Stift, wo im neu gestalteten Garten Station gemacht wird. Von dort aus geht es dann über den Sanduferplatz und die Karlstraße, die Weststraße und die
Kolpingstraße zum Haus Simeon, wo der zweite Segensaltar aufgebaut ist. Von dort begeben sich die Mitlaufenden über Kolping- und Lange Straße zur Herz-Jesu-Kirche.
Nach dem feierlichen Abschlusssegen in der Kirche sind alle Teilnehmenden eingeladen, sich bei Getränken, Essen und Eis zu stärken und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Mit den beiden Segensaltären vor dem St. Josef-Stift und vor Haus Simeon wird in diesem Jahr besonders deutlich, dass die Prozession an Fronleichnam mehr als Tradition
ist. In Durchführung und Vorbereitung verbindet sie Generationen. So wird der Altar im Garten des Stiftes durch die Bewohnerinnen und Bewohner und einigen Erstkommunionkindern geschmückt. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses Simeon erfahren Unterstützung bei der Bastelarbeit durch die Kinder der Kita St. Teresa.
Gut zu diesem Gedanken der intergenerationalen Zusammenarbeit passt auch, dass die Fronleichnams- zugleich auch eine Stadtprozession ist, die um den Segen Gottes für
die ganze Stadt bittet. Damit will die Pfarrei nicht nur auf sich selbst schauen, sondern die sie umgebende Welt in den Blick nehmen.

Veränderte Gottesdienstordnung

Aufgrund des gemeinsamen Gottesdienstes und der Prozession, zu der die gesamte Pfarrei St. Pankratius eingeladen ist, gilt für das Fronleichnamsfest eine veränderte Gottesdienstordnung:

Eine Vorabendmesse wird am Mittwoch (29. Mai) um 19.00 Uhr in St. Pankratius gefeiert. Abweichend von den Zeiten und Orten an Sonn- und Feiertagen finden am Donnerstag neben der Festmesse um 9:30 Uhr keine weiteren Gottesdienste auf dem Gebiet der Pfarrei statt.

Pfingstgruß 2024

Liebe Schwestern und Brüder unserer Pfarrei St. Pankratius!
Die Türen sind verschlossen; die Jünger vergehen vor Angst. Diese Enge sprengt Gottes Geist auf. Alle Blockaden sind zur Seite geschoben. Nicht mehr die eigene Nabelschau steht im Vordergrund. Mit dem Pfingstereignis nehmen die Jünger in der Kraft des Geistes an den Leiden
und Hoffnungen der Menschen teil. Nicht allein das Sichtbare, das Begrenzte und Kontrollierte zählt, sondern die Liebe, die Jesus gelebt hat und mit der er uns in seinem Geist als Mitliebende will.
Das erlebt die Erstzeugin der Auferstehung, Maria von Magdala, die von Jesus bei ihrem Namen angesprochen wird und ihn erkennt. Das erlebt auch Thomas, der den verwundet Auferstandenen erkennt und das Glaubensbekenntnis der Kirche formuliert: „Mein Herr und mein Gott!“
Wer der Botschaft vom Auferstandenen traut und sich verwandeln lässt, dem ist schließlich Friede zugesagt, der Gewalt und Hass überwindet.
So entsteht unter den Jüngern eine ganz neue Dynamik, die das Leben Jesu auf neue Weise fortschreibt. Die Kraft des Gottesgeistes, die in ihm lebendig war, und das Feuer der Gottesliebe, durch das er sich verzehren ließ, wirken weiter. Es bleibt derselbe Geist des Feuers und der Liebe Gottes, der die Jünger und die Frauen aus den Begegnungen mit dem Auferstandenen jetzt zu Menschen macht, die für Christus und sein Evangelium brennen. Das Bild der vielen Flammen und feurigen Zungen weist darauf hin, dass jeder Mensch persönlich Gottes Geist empfängt und trägt. Mehr noch: Das Bild der Flammen zeigt, dass der Geist zugleich alle zusammenführt und beieinander hält.
Darum ist Pfingsten ein bewegtes und bewegendes Fest, das das zerbrechliche und begrenzte menschliche Leben aufbricht und in die neue Gemeinschaft derer einführt, die
an Jesus Christus glauben.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und allen, die zu Ihnen gehören, auch im Namen des Seelsorgeteams und der gewählten Gremien ein frohes und gesegnetes Pfingstfest!
Norbert Weßel, Pfarrer

Neuer Ort und neue Gestaltung: Messe am Sonntag um 19.00 Uhr

Ab dem Weißen Sonntag, dem 07. April, wird die Abendmesse um 19.00 Uhr in der Pankratiuskirche statt in der Herz-Jesu-Kirche gefeiert. Diese Verlegung ist mit einem neuen Konzept zur Gestaltung dieser Gottesdienste verbunden.

Bis zur Corona-Pandemie wurden in den Abendmessen am Sonntag besondere und kreative Akzente gesetzt, um das Gottesdienstangebot in der Pfarrei vielfältiger zu gestalten. An diese guten Erfahrungen soll wieder angeknüpft werden, indem die etwas „andere“ Sonntagsmesse angeboten wird.

Im Chorraum der Pankratiuskirche versammeln sich die Mitfeiernden zu diesen Gottesdiensten stufenlos „auf Augenhöhe“ im offenen Stuhlkreis um eine freie Mitte und um den Altar zentriert. Fixpunkte des Gottesdienstes sind dabei das jeweilige Sonntagsevangelium, eine alternative Musik- und Textgestaltung sowie die Beteiligung der feiernden Gemeinde, zum Beispiel im Bitten und Danken in den Fürbitten und im Hochgebet. Auch die Möglichkeit zum Empfang der Kommunion für alle Mitfeiernden in der vollen Gestalt von Brot und Wein gehört dazu.


In einem Flyer informiert der Liturgieausschuss der Pfarrei über die veränderte Gestaltung und über die Hintergründe für dieses Konzept. Hier im Wortlaut:

Ab dem Weißen Sonntag, 07. April, 19.00 Uhr, St. Pankratius:
Die etwas „andere“ Sonntagsmesse

Sonntags in die Kirche? Das ist für viele Menschen in Deutschland und auch in Emsdetten längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Gleichzeitig suchen heute viele Menschen nach Sinn und Zielen in ihrem Leben und entwickeln eine persönliche Spiritualität mit Orten und Zeiten der Stille, Quellen für geistliche Impulse und regelmäßige Meditation.

Auch in unserer Pfarrei St. Pankratius in Emsdetten sind wir fest überzeugt: Körper, Geist und Seele brauchen regelmäßiges „Training“, wenn sie nicht veröden sollen. Dafür kennt das Christentum eine gemeinsame geistliche „Trainingsstunde“ am Sonntag, dem Tag der Auferstehung Jesu Christi, dem Tag der Freiheit von Arbeit und Geschäft: An diesem Tag treffen sich weltweit die Christen, um Gottes Botschaft zu hören, sein Wort in ihr Leben zu übersetzen, ihm zu danken und zu bitten und seine Kraft und seinen Segen in eine neue Woche mitzunehmen. Wir glauben: Sonntagsgottesdienste haben Zukunft – (auch) in neuer Gestalt!

Wir sehen in unseren Gottesdiensten zwei grundlegende Motivationen:

  • Auf der einen Seite treffen sich Menschen aus einem Stadtviertel, einem Dorf, einer Messdiener- / Frauen-/ Seniorengemeinschaft in ihrer Kirche, um Leben und Glauben zu teilen. So pflegen das unsere sieben Kirchen-Gemeinden seit vielen Jahren – und das ist gut so, wenn es trägt.
  • Auf der anderen Seite sehen wir heute das Leben vieler Menschen von großer Diversität geprägt: beim Arbeiten, beim Wohnen, beim Essen, bei der Freizeitgestaltung, in Beziehungen, im Musikgeschmack, beim Sport – und eben auch im Glauben: Überall prägen individuelle Entscheidungen, Formen und Stile unsere Gegenwart.

Das heißt aber: Wenn Glauben und Leben nicht wie zwei Welten fremd nebeneinanderstehen sollen, werden wir in Zukunft für so verschiedene Menschen auch differenzierte Gottesdienstgestaltungen anbieten müssen. Genau das wollen wir mit dem „neuen“ Gottesdienst am Sonntagabend versuchen!

Bis zur Corona-Pandemie wurde am Sonntag um 19.00 Uhr in der Herz-Jesu-Kirche eine Hl. Messe mit ca. 30 – 50 Menschen gefeiert, die einige besondere und kreative Akzente schätzten. An diese guten Erfahrungen möchten wir wieder anknüpfen: ab dem Weißen Sonntag in der Abendmesse um 19.00 Uhr in St. Pankratius.

  • Als „Zielgruppe“ sehen wir jüngere und ältere Menschen aus verschiedenen Stadtvierteln und Gemeinden, die sich am Ende des Wochenendes einen persönlichen geistlichen Impuls in die neue Woche wünschen – mit persönlicher Beteiligung, kreativer Musik, intensivem Gebet, inspirierenden Texten, gemeinschaftlichem Feiern.
  • 19.00 Uhr scheint uns im Hinblick auf Nachmittags- und Abendaktivitäten („Tatort“) ein lebensnaher Zeitansatz, die Zeitdauer sollte i.d.R. 60 Minuten nicht überschreiten.
  • Wir feiern diesen Gottesdienst künftig verlässlich im Chorraum der Pankratius-Kirche: hier kann sich eine Gemeinde optimal stufenlos „auf Augenhöhe“ sammeln und im offenen Stuhlkreis um eine freie Mitte und um den Altar zentrieren und kommunizieren.
  • Fixpunkte sind dabei das jeweilige Sonntagsevangelium, alternative Musik- und Textgestaltung, Gemeindebeteiligung z.B. im Bitten und Danken in Fürbitten und Hochgebet; zur Mahlfeier die Sammlung der ganzen Feiergemeinde um den Altar, die Vollgestalt der Kommunion in Brot und Wein für alle.

Wir verstehen das als ein Zukunfts-Projekt im Sinne unseres Pastoralplans: Neben den bewährten Gottesdiensten „vor Ort“ entwickeln wir für die ganze Stadt und Pfarrei Gottesdienste mit verlässlichen Profilen (Friedensgebet, Kirche-für-Kinder, Mahlzeit-Gottesdienst, Literatur-Gottesdienst, Familien-Gottesdienste, Segensfeiern …), die verschiedene Menschen mit diversen Lebensstilen und Glaubensformen ansprechen und sammeln.

Wir versuchen es einfach – machen Sie doch mit: Ab dem Weißen Sonntag, 07. April 2024, jeden Sonntag um 19.00 Uhr in St. Pankratius!


Diese Erklärung zur veränderten Gestaltung der Sonntagsabendsgottesdienste finden Sie zum Dowload (PDF) hier.