Aktuelles

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Konzerte anlässlich des Bachfestes in Münster

Auf das Bachfest führt das VORPROGRAMM BASSO CONTINUO mit rund 60 Konzerten in Münster und im Münsterland hin. Vom 10. März bis zum 25. Mai 2024 gestalten und veranstalten zahlreiche örtliche Chöre und Instru­mentalensembles, Laien und Profis, im Münsterland und in Münster in Eigenregie ein vielfältiges und farbenreiches Programm, das Johann Sebastian Bach in den Mittelpunkt stellt.

Abschied: Ruhestand und Stellenwechsel

Nach Ostern stehen Veränderungen im Küsterteam und im Seelsorgeteam an. Während Angela Albers nach 30 Jahren Dienst in der Sakristei von St. Marien zum 01. April den Ruhestand antritt, wird Pfarrer Melbin Mitte April den Weg nach Haltern in die Pfarrei St. Sixtus gehen. Er war seit dem Juni 2023 hier in Emsdetten und hat als Priester in unserer Pfarrei gelebt und gewirkt.

Pfarrer Norbert Weßel wendet sich beiden in Dankesworten zu, die hier zu lesen sind.

Verabschiedung von Angela Albers:

Seit dem 01. Mai 1994 sorgt Angela Albers als Küsterin für die äußeren Voraussetzungen des gottesdienstlichen Lebens in der St. Marien-Kirche. Während dieser Zeit trug sie mit Engagement und Herzblut Sorge für das Haus Gottes auf Erden. Zuverlässigkeit und Genauigkeit prägen ihren Arbeitsstil. In ihrem beruflichen Einsatz sah sie die St. Marien-Kirche nie nur als Arbeitsplatz an. Vielmehr erkannte sie im Kirchenraum den Ort zum Lob und zur Anbetung Gottes, sodass sie den Worten des Psalmisten aus voller Überzeugung zustimmen und als Ausdruck ihrer eigenen Haltung übernehmen kann: „Herr, ich liebe dein Haus, in dem du wohnst und den Raum, den deine Herrlichkeit erfüllt.“ (Ps 26, 8) Die Mitfeier der Eucharistie war für sie äußerer Ausdruck ihrer inneren Glaubenshaltung und Frömmigkeit, aus der heraus sie als Christin ihren Alltag lebt und diesem Gestalt gibt.

Liebe Frau Albers, mit dem Renteneintritt liegt nun nach 30 Jahren im Dienst der Kirchengemeinde ab dem 01. April ein neuer Lebensabschnitt vor Ihnen. Losgelöst von den Strukturen des Arbeitsalltags erwartet Sie eine Freiheit, von der andere tagtäglich träumen. Sie können stolz und zufrieden auf das zurückblicken, das Sie erreicht haben. Ich wünsche Ihnen, dass Sie die neue Welt, die vor Ihnen liegt, mit all ihren Facetten entdecken, für sich nutzten, gestalten und genießen können. Im Namen aller, für die Sie da waren sage ich: Dem Vergangenen Dank und dem Zukünftigen Ja!

Verabschiedung von Pfarrer Melbin:

Ein Lächeln sagt mehr als tausend Worte. Wer Pfarrer Melbin begegnet, ist sofort von seinem Lächeln und seiner Offenheit, auf Menschen zuzugehen, fasziniert. Seit Juni letzten Jahres hat er mehr und mehr Sicherheit in der deutschen Sprache gefunden, die ihm zunehmende Hilfe ist, die Botschaft des Evangeliums mit Glaubensfreude und Überzeugungskraft sowie großer Empathie den Menschen gegenüber in unsere Pfarrei St. Pankratius zu bringen. Pfr. Melbin stammt aus dem Bistum Idukki, das im südindischen Bundesstaat Kerala liegt; quasi in ‚Nachbarschaft‘ zum Heimatbistum Kothamangalam von Pfr. Sajeev Myladiath. Diese Nachbarschaft in Kultur und Sprache war in den vergangenen Monaten für beide gegenseitige Unterstützung in ihrer ‚Priester-WG‘ im Pfarrhaus an der Schützenstraße. Die daraus folgende Bereicherung weltkirchlicher Sicht konnten nicht nur wir Seelsorgenden erfahren. Diese Horizonterweiterung bringen beide Priester immer wieder durch neue Aspekte und Perspektiven seelsorglichen Handels mit in das Gesamt der Pfarrei mit ein.

Unser Bischof Dr. Felix Genn hat nun Pfr. Melbin für den seelsorglichen Dienst in der Pfarrei St. Sixtus in Haltern am See ernannt. Mit großem Bedauern wollen wir uns von ihm am Sonntag, 14. April um 09.30 Uhr mit der Eucharistiefeier in der St. Marien-Kirche verabschieden. Am Ende ist dann Gelegenheit, ihm persönlich zu danken. Für seine neue Stelle wünsche ich ihm ein gutes Einleben und Gottes Segen für seinen priesterlichen Dienst.

Neuer Ort und neue Gestaltung: Messe am Sonntag um 19.00 Uhr

Ab dem Weißen Sonntag, dem 07. April, wird die Abendmesse um 19.00 Uhr in der Pankratiuskirche statt in der Herz-Jesu-Kirche gefeiert. Diese Verlegung ist mit einem neuen Konzept zur Gestaltung dieser Gottesdienste verbunden.

Bis zur Corona-Pandemie wurden in den Abendmessen am Sonntag besondere und kreative Akzente gesetzt, um das Gottesdienstangebot in der Pfarrei vielfältiger zu gestalten. An diese guten Erfahrungen soll wieder angeknüpft werden, indem die etwas „andere“ Sonntagsmesse angeboten wird.

Im Chorraum der Pankratiuskirche versammeln sich die Mitfeiernden zu diesen Gottesdiensten stufenlos „auf Augenhöhe“ im offenen Stuhlkreis um eine freie Mitte und um den Altar zentriert. Fixpunkte des Gottesdienstes sind dabei das jeweilige Sonntagsevangelium, eine alternative Musik- und Textgestaltung sowie die Beteiligung der feiernden Gemeinde, zum Beispiel im Bitten und Danken in den Fürbitten und im Hochgebet. Auch die Möglichkeit zum Empfang der Kommunion für alle Mitfeiernden in der vollen Gestalt von Brot und Wein gehört dazu.


In einem Flyer informiert der Liturgieausschuss der Pfarrei über die veränderte Gestaltung und über die Hintergründe für dieses Konzept. Hier im Wortlaut:

Ab dem Weißen Sonntag, 07. April, 19.00 Uhr, St. Pankratius:
Die etwas „andere“ Sonntagsmesse

Sonntags in die Kirche? Das ist für viele Menschen in Deutschland und auch in Emsdetten längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Gleichzeitig suchen heute viele Menschen nach Sinn und Zielen in ihrem Leben und entwickeln eine persönliche Spiritualität mit Orten und Zeiten der Stille, Quellen für geistliche Impulse und regelmäßige Meditation.

Auch in unserer Pfarrei St. Pankratius in Emsdetten sind wir fest überzeugt: Körper, Geist und Seele brauchen regelmäßiges „Training“, wenn sie nicht veröden sollen. Dafür kennt das Christentum eine gemeinsame geistliche „Trainingsstunde“ am Sonntag, dem Tag der Auferstehung Jesu Christi, dem Tag der Freiheit von Arbeit und Geschäft: An diesem Tag treffen sich weltweit die Christen, um Gottes Botschaft zu hören, sein Wort in ihr Leben zu übersetzen, ihm zu danken und zu bitten und seine Kraft und seinen Segen in eine neue Woche mitzunehmen. Wir glauben: Sonntagsgottesdienste haben Zukunft – (auch) in neuer Gestalt!

Wir sehen in unseren Gottesdiensten zwei grundlegende Motivationen:

  • Auf der einen Seite treffen sich Menschen aus einem Stadtviertel, einem Dorf, einer Messdiener- / Frauen-/ Seniorengemeinschaft in ihrer Kirche, um Leben und Glauben zu teilen. So pflegen das unsere sieben Kirchen-Gemeinden seit vielen Jahren – und das ist gut so, wenn es trägt.
  • Auf der anderen Seite sehen wir heute das Leben vieler Menschen von großer Diversität geprägt: beim Arbeiten, beim Wohnen, beim Essen, bei der Freizeitgestaltung, in Beziehungen, im Musikgeschmack, beim Sport – und eben auch im Glauben: Überall prägen individuelle Entscheidungen, Formen und Stile unsere Gegenwart.

Das heißt aber: Wenn Glauben und Leben nicht wie zwei Welten fremd nebeneinanderstehen sollen, werden wir in Zukunft für so verschiedene Menschen auch differenzierte Gottesdienstgestaltungen anbieten müssen. Genau das wollen wir mit dem „neuen“ Gottesdienst am Sonntagabend versuchen!

Bis zur Corona-Pandemie wurde am Sonntag um 19.00 Uhr in der Herz-Jesu-Kirche eine Hl. Messe mit ca. 30 – 50 Menschen gefeiert, die einige besondere und kreative Akzente schätzten. An diese guten Erfahrungen möchten wir wieder anknüpfen: ab dem Weißen Sonntag in der Abendmesse um 19.00 Uhr in St. Pankratius.

  • Als „Zielgruppe“ sehen wir jüngere und ältere Menschen aus verschiedenen Stadtvierteln und Gemeinden, die sich am Ende des Wochenendes einen persönlichen geistlichen Impuls in die neue Woche wünschen – mit persönlicher Beteiligung, kreativer Musik, intensivem Gebet, inspirierenden Texten, gemeinschaftlichem Feiern.
  • 19.00 Uhr scheint uns im Hinblick auf Nachmittags- und Abendaktivitäten („Tatort“) ein lebensnaher Zeitansatz, die Zeitdauer sollte i.d.R. 60 Minuten nicht überschreiten.
  • Wir feiern diesen Gottesdienst künftig verlässlich im Chorraum der Pankratius-Kirche: hier kann sich eine Gemeinde optimal stufenlos „auf Augenhöhe“ sammeln und im offenen Stuhlkreis um eine freie Mitte und um den Altar zentrieren und kommunizieren.
  • Fixpunkte sind dabei das jeweilige Sonntagsevangelium, alternative Musik- und Textgestaltung, Gemeindebeteiligung z.B. im Bitten und Danken in Fürbitten und Hochgebet; zur Mahlfeier die Sammlung der ganzen Feiergemeinde um den Altar, die Vollgestalt der Kommunion in Brot und Wein für alle.

Wir verstehen das als ein Zukunfts-Projekt im Sinne unseres Pastoralplans: Neben den bewährten Gottesdiensten „vor Ort“ entwickeln wir für die ganze Stadt und Pfarrei Gottesdienste mit verlässlichen Profilen (Friedensgebet, Kirche-für-Kinder, Mahlzeit-Gottesdienst, Literatur-Gottesdienst, Familien-Gottesdienste, Segensfeiern …), die verschiedene Menschen mit diversen Lebensstilen und Glaubensformen ansprechen und sammeln.

Wir versuchen es einfach – machen Sie doch mit: Ab dem Weißen Sonntag, 07. April 2024, jeden Sonntag um 19.00 Uhr in St. Pankratius!


Diese Erklärung zur veränderten Gestaltung der Sonntagsabendsgottesdienste finden Sie zum Dowload (PDF) hier.